Der Stoff, aus dem diese Kunst ist, soll nicht schmücken, soll sich nicht samtweich anfühlen. Er stammt aus volkseigener Produktion, aus Armeedepots oder vom Trödler. Er lag jahrelang auf Dachböden, war in Kleidersäcke gepresst, hing vergessen auf einem Kleiderbügel.

Aber dieser Stoff kann Geschichte verkörpern und Geschichten erzählen, hat Erfahrungen gemacht und Eindrücke gesammelt.

Stück für Stück zusammengenäht, bestickt, ausgestopft oder auf einen Rahmen gezogen, fängt er zu sprechen an. Berichtet von Auseinandersetzungen, Enttäuschungen, Weltanschauungen, von Faszination, Spaß, Ironie und ist

deshalb Textilkunst aus Konfliktstoff!